𓁹
Human Design
im
Unterricht
Meine Erfahrung mit den HD-Energie-Typen
&
was ich daraus gelernt habe
Ich war mal Gesangslehrerin.
Und wenn man Gesang unterrichtet, ist das eine recht nahe Angelegenheit, denn die Stimme ist das intimste Instrument, das es gibt. Haste schlechte Stimmung, bist aufgeregt, angespannt oder verliebt – kann man alles hören.
Und diese nahe Angelegenheit habe ich immer sehr gerne gemacht.
Denn einem Menschen 1:1 in der Tiefe zu begegnen, ist genau mein Ding oder besser gesagt das Ding der Projektoren.
Das ist unsere große Qualität.
Gruppen hingegen habe ich nie gerne unterrichtet, es sei denn, ich kannte alle Teilnehmenden sehr, sehr gut. Ansonsten war es für mich eine unglaublich kräftezehrende und unbefriedigende Angelegenheit, bei der ich einfach nie meine Fähigkeiten komplett ausleben konnte.
Man sagt, Projektoren haben eine Laserstrahl–Aura und ein Laserstrahl trifft eben sehr effektiv auf einen bestimmten Punkt und keinen Haufen.
Außer in Science-Fiction-Filmen vielleicht, aber in meiner Welt sieht es anders aus.
Ich weiß von einer Energie-Projektorin (bedeutet, dass sie ein definiertes Motorzentrum hat), dass sie zwischendurch gerne mit Gruppen arbeitet, allerdings, sobald die Fremdenergie raus ist, auch total kaputt ist. Den Moment mit der Gruppe kann sie aber besser wuppen als ich.
Eine Generatoren-Freundin von mir, die nur mit Chören arbeitet, findet das z.B. mega energetisierend und geht nach den Proben aufgeladen nach Hause.
✺
Ich habe irgendwann angefangen zu trainieren, die Energie und Aura von Menschen zu lesen. Klar bringt der Laserstrahl ne Menge in diese Richtung mit sich, aber ohne Bewusstseinstraining bleibt eine Gabe eben einfach eine Gabe, deren Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft wird.
Ich entwickelte im Gesangsunterricht eine große Leidenschaft, die Aura meiner Schüler:innen zu lesen und ein kleines Ratespiel mit mir selbst zu spielen.
Ja, Projektoren lieben spielen – Was würde ich dafür geben, schon an dem Punkt zu sein, an dem sich alles nach Spiel anfühlt.
Und ohhh mein Gott, war ich glücklich, wenn sich der:die ein oder andere irgendwann für HD interessierte und ich das Chart checken durfte.
Natürlich bin ich brav meiner Strategie gefolgt und habe gewartet, bis das Interesse daran und somit die Einladung und Energie von ihnen kam.
Naja. Meistens.
Denn das Warten auf die Einladung ist nicht immer leicht, vor allem wenn wir jemandem etwas SO WICHTIGES SAGEN wollen : )
Aber wenn ich eins gelernt habe, dann, dass nichts unbefriedigender ist, als jemandem etwas ganz Tolles zu erzählen, ohne dass dieser jemand bereit für den Wert dahinter ist.
Dann lieber schön Ressourcen schonen und Klappe halten.
Zum Wohle aller.
☯︎
Ich kann gar nicht sagen, mit welchem Typ ich am liebsten gearbeitet habe, weil ich die Abwechslung dabei echt gerne mochte.
Die ganz individuelle Schönheit hinter jedem Menschen, hinter jedem Chart zu sehen und immer wieder zu dem Punkt zu kommen, wie toll es ist, dass alles ineinandergreift und wie leicht es werden kann, wenn man die Gebrauchsanweisung von Strategie und Autorität befolgt.
Natürlich steckt hinter jede:m Chart so viel mehr als „nur“ die Strategie.
Profil, Zentren usw. spielen eine Wesentliche Rolle.
Aber ich habe in den 18 Jahren Einzelunterricht einfach grundlegende Erfahrungen mit den einzelnen Typen gemacht, die ich hier mal teilen möchte:
Manifestoren
Am längsten hat es wohl gedauert, bis ich gecheckt habe, wie ich am besten mit Manifestoren umgehen konnte.
Mein Unterricht mit diesen wirklich starken Charakteren gestaltete sich tatsächlich recht einfach, nachdem ich aufgab, irgendetwas vorgeben zu wollen.
Meine Standardfrage war: „Nach was ist dir heute?“.
Wenn sie ins Plaudern kamen, ließ ich sie plaudern, wenn sie grantig wurden, weil eine Stelle nicht so klappte, fragte ich, ob sie daran arbeiten oder lieber zu der nächsten Stelle wollen.
Ich durfte lernen, das Ruder komplett zu übergeben und meinen Job zu machen, nämlich Energie zu leiten, wo welche fließen kann. Und nicht, wo ich glaube, dass da doch bitte jetzt Energie fließen soll.
Denn das machen wir Projektoren.
Die Energie, die kommt, zu leiten.
Wie ein Flussbett, das das Wasser sanft durch die Landschaft leitet, bringen wir sie dahin, wo sie fließen kann.
Manifestoren haben ja diese abweisende Aura, die selbst Projektoren nicht ihre Laserstrahl-Projektor-Super-Power-Nummer durchziehen lässt. Es sei denn, sie öffnen sich für dich. Und oh mein Gott, was für ein schönes Gefühl, wenn es dann passiert. Vielleicht habe ich mich deswegen jahrelang zu Manifestoren hingezogen gefühlt. Aber dazu wann anders mal. Vielleicht.
Generatoren
Ob ein Generator gut drauf war, habe ich sofort in dem Moment gesehen, wenn er oder sie um die Ecke kam. Offenes Gesicht, strahlende Augen. Herrlich, dieser Glow.
Im Unterricht selbst wusste ich, dass ich mit offenen Fragen wie „Was möchtest du als Nächstes singen?“ überhaupt nicht weit kam.
Sakrale Wesen, also Generatoren und Manifestierende Generatoren (MGs) – was bedeutet, dass ihr Sakralzentrum definiert ist und sie dadurch konstante Lebensenergie zur Verfügung haben – können am besten mit geschlossenen Fragen was anfangen, da ihr Sakral direkt eine Resonanz dazu hat. Das Bauchgefühl sozusagen.
Und so habe ich mich, wenn sie nicht eh schon mit einer Idee kamen, von Genre zu Songs langsam vorgetastet.
„Hast du Lust auf Ballade, Musical, Uptempo …?“ Bis wir das sakrale JA hatten und innerhalb des Genres ging es dann weiter, Interpreten – Song → Bingo. Meist.
Ich bin immer schwer fasziniert von der Energie, die Generatoren mit sich bringen, wenn sie richtig Bock auf etwas haben. Und verdammt, wie krass fühlt es sich an, wenn sie keinen richtigen Bock drauf haben.
Wenn nur so ein „joa ok“ kommt, weil ihr Kopf entschieden hat.
Ich hätte lieber die Stunde beendet, als da irgendwas passend zu machen.
Was mich an Generatoren (und auch MGs) ebenfalls fasziniert, ist, dass die Energie aber sofort wieder fließt, sobald sie wieder Lust auf etwas haben.
Ernsthaft, das geht von jetzt auf gleich. Ganz ohne Power-Nap (Projektor-Style).
Manifestierende Generatoren (MG)
Mit MGs ist das so ne Sache. Sie haben einerseits die Energie der Generatoren und andererseits die Kraft der Manifestoren in sich.
Das Wichtigste in der Zusammenarbeit mit MGs war für mich immer, geschlossene Fragen für die Resonanz zu stellen und dann freie Fahrt zu lassen.
Und das allerwichtigste: Flexibilität!
Denn diese wunderbaren Tausendsasser bringen ganz schön Schwung in die Bude, wenn man sie denn lässt.
Bei MGs ist mir extrem aufgefallen, dass sie mit ihrer Sprunghaftigkeit ein größeres Thema hatten als ich. Denn ich habe die Lebendigkeit dahinter genossen!
Aber so hat wohl jeder Typ seine ganz eigene Wunde aus einem gesellschaftlich anerkannten „Normal“ davongetragen…
Projektoren
Last but not least, meine lieben Projektoren.
In der Arbeit mit diesen feinen Wesen habe ich mich sooooo oft selbst gesehen.
Die meisten von uns haben diese angeeignete Härte, um als Erwachsene, in einer von Generatoren und MGs dominierten Welt „mitzuhalten“.
Und die wenigsten von uns hatten Vorbilder, von denen man eine gesunde Projektor-Strategie hätte lernen können.
Und weil unser Higher Self nun mal die Anerkennung ist und wir gelernt haben, Anerkennung und Erfolg über Leistung zu bekommen – „Von nichts kommt nichts.“, „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ – ist da oft ganz schön viel „Biss“ dahinter. Was total Banane für uns ist, weil wir am erfolgreichsten werden, wenn wir die Leichtigkeit des Spiels genießen.
Ich denke, diese Art entwickeln wir, weil wir Dinge gerne so richtig krass auschecken, uuuuund, weil wir für dieses Ausgecheckte auch ein schönes Lob absahnen wollen.
Generatoren und MGs ziehen ihr Higher Self aus dem Machen der Sache selbst.
Projektoren genießen vielleicht auch den Prozess, aber unser Higher Self kommt, wenn wir dafür anerkannt werden.
Wir sind also stärker auf das Außen ausgerichtet, als jeder andere Typ.
Rückblickend würde ich sagen, dass ich die berührendsten Momente im Unterricht mit Projektoren hatte.
Vielleicht, weil es für viele von uns außerhalb unserer Komfortzone ist, uns auf fremde Menschen einzulassen, und vielleicht wir uns gegenseitig so tief gesehen und ohne Worte verstanden haben.
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Und Reflektoren? Leider ist mir bisher noch keins dieser seltenen Einhörner begegnet.
Schade.
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