𓁹

3.
"Ich gehe in die Welt hinaus"

In den ganzen Jahren bekam ich immer wieder zu hören, wie mutig ich sei, all diese Dinge zu tun. 

Musikstudium → finanzielle Sicherheit?

Alleine reisen → was ist, wenn was passiert?

Spanien → wooo soll ich anfangen!?

Für mich war es immer etwas befremdlich, das als Mut zu bezeichnen. Ich habe mich in diesen Momenten nie mutig gefühlt, denn ich konnte gar nicht anders, als es zu tun. Es hat mir einfach zu viel Freude bereitet und zu Beginn fühlte es sich immer nach Spielen an. 

Bis es irgendwann schwer wurde. Warum?

Die kleinen Janas in mir machten das Erwachsensein an sich dafür verantwortlich. Kann man machen. Nicht sehr erwachsen, aber schließlich müssen nicht alle Janas erwachsen sein. Ist ok. Einige Janas sagten, dass ich zu naiv drangegangen wäre und dass das die Konsequenz davon sei. Mag ein Aspekt sein.

Die Janas, die ich aktuell als die erwachsensten von mir ansehe, sind sich einig:

Es fühlte sich irgendwann schwer an, weil ich glaubte, dass das dazugehört. Es fühlte sich schwer an, weil ich es auf die „gängige“, „so macht man das“-Art und Weise versuchte. Aber wer sagt, was gängig ist? Was heißt „so macht man das“? Wer macht die Spielregeln? 

Es war alles nur meine Auslegung.
Meine Interpretation.
Meine Glaubenssätze.
Meine Limitierungen.
Gesellschaftlich gelebt, anerkannt und etabliert, ohne Frage.
Aber mein Ding, was ich daraus mache.

Kein Umstand oder Mensch ist dafür verantwortlich, wie ich mein Leben lebe. Und ich glaube, dass diese Art der Eigenverantwortung das Erwachsenste ist, was ich mir und der Welt hier momentan bieten kann. 

Und das wiederum bringt mich dazu, das Mutigste zu tun, was ich bisher in meinem Leben getan habe.

Damit meine ich nicht, dass ich meine Wohnung und meinen bestehenden Schüler:innen gekündigt habe und ohne eine Ahnung, wie was laufen wird, ohne Plan A, B oder C in die Welt hinausgehe.

Ok, klar, das ist schon mutig. Für mich aber viel mutiger ist es, dass ich mir und meinen Mitmenschen dabei ohne Antworten begegne! 

Denn ich habe keine Antworten.

Ich weiß nicht, wie das alles ablaufen wird. Ich weiß nicht, wo es mich hinzieht. 
Die alte Jana hätte versucht, sich auf Fragen vorzubereiten, sich vor potenziellen „Glaubenssatz-Angriffen“ der anderen oder der eigenen zu schützen und Sicherheit zu suggerieren.
Hätte sich „kampfbereit“ gemacht, ihr Vorhaben zu verteidigen, gegen alle, die verlernt haben, ihrem Herzen zu folgen.

Das möchte ich nicht mehr.

Ich richte mich also mutig darauf aus, meiner Intuition und dem „Bauchgefühl“ das erste und letzte Wort zu lassen.
Dem Herzen zu folgen und nicht dem Verstand.
Das zu tun, was sich für mich richtig anfühlt, auch wenn es in dem Moment null Sinn ergibt.
Sollte etwas überhaupt Sinn ergeben, weiß man es ja eh erst rückblickend. Von daher…

Ich werde der Sicherheitsgefühl-Trigger-Party begegnen, die das in mir und anderen auslöst. Etwas rational nicht erklären zu können und es trotzdem zu tun – und das in einer Welt, in der der Verstand regiert. Ohhh mein Gott, das wird mich herausfordern!

Wird es mir immer gelingen? 

100 % nein. 

Aber darum geht’s nicht. 

Ja, das kostet mich definitiv Mut!

Doch eigentlich noch viel mutiger werde ich sein, wenn ich mich hier mit den Dingen zeige, die mich wirklich interessieren und bewegen. 

BEWERTUNGSMODUS ON! 

Jana von vor 5 Jahren hatte Schiss, einen Beitrag zum Thema Chakras zu liken, weil ahhhh was, wenn das jemand sieht?!?!

Jana heute freut sich darauf, den Beitrag nicht nur zu liken, sondern dir zu zeigen, wie du deine Chakras in Balance bringst. 

Ich freue mich darauf dich an Themen teilhaben zu lassen, die mich wirklich interessieren. Spiritualität. Die Macht der Gedanken. Telepathie. Lebensfreude. Freiheit von den eigenen Beschränkungen. 

Das wird Spaß machen : ) 

Mir zumindest. Und dir vielleicht auch. Und wie immer ziehst du das heraus, was du brauchst, und lässt liegen, was dir gerade nicht dient.

Dass letztendlich alles anders kam als geplant, ist diese wunderschöne Ironie des Lebens, die ich lernen durfte anzunehmen.
Wie schön
dass alles so lief, wie es lief.
Denn jetzt gehe ich in die Welt hinaus. 

Und ganz ehrlich:
schon mit Anfang 20 hatte ich immer mal wieder die Gedanken daran.

Danke Leben, dass ich alles auf dem Weg dahin lernen durfte, um nun meinen Weg gehen zu können, wie ich ihn gehe.

Im Juli geht’s los! 

Erster Halt:
Ayurveda-Kur in Kerala, Indien.

Alles andere passiert unterwegs. 


Gehst du ein Stück mit? 


Love and out 

Jana

PS: Während ich diesen Beitrag schreibe, muss ich an alle Menschen denken, die meinen Spanien-Blog von damals verfolgt haben. Die mit mir eingetaucht sind in diesen abenteuerreichen Abschnitt meines Lebens. Falls du damals dabei warst und auf dieser Reise auch ein Stück mit mir gehst, sage ich von ganzem Herzen Danke, dass du wieder dabei bist!

𓁹

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