𓁹

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Was bisher geschah -
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Blog, Weltreise, "Was bisher geschah 1"

Mein guter Freund Adrian sagt immer: „Jana, hol mich erstmal ab.“

Und weil ich Smalltalk nicht mag, bekommst du jetzt einen schönen Jana-Schnelldurchlauf-Deep-Dive:

Als Kind immer mit Freunden draußen gespielt, eher Mitläuferin, Drang, mich zu beweisen, fast immer tolle Ideen und Lust, sie zu zeigen.
Schlafen am liebsten zu Hause, bevor alle anderen schlafen, und noch besser im Zimmer meiner Schwester, weil safety first.

Vampirangst.
Angst vor Spinnen.
Allergien, Asthma.

Kreativ, ambitioniert, feinfühlig, große Träume, große Visionen, Gefühl von „ich passe irgendwie nicht so richtig rein“.

Ich hatte immer dieses Ding in mir zwischen der verdammten Lust, den Zauber dieser Welt zu erfahren, mitzumachen, dabei zu sein, und gleichzeitig fühlten sich ganz viele Dinge für mich gar nicht stimmig an.
Und weil ich mit diesem Gefühl nichts anfangen konnte und versuchte mitzuhalten, kam die Angst.

Angst vor Magen-Darm.
Angst vor anderen Menschen.
Angst vor der Schule.
Angst, vor die Tür zu gehen, weil vielleicht muss ich kotzen – der Kreis schließt sich.

Nachdem die Angst Oberhand gewann und ich das Haus nicht mehr verließ, wurde ich in einer Klinik aufgenommen.

Zu dieser Zeit wurde die Angst vor der Angst noch mit der „Brechstange“ therapiert.
Durchlebe alles, wovor du Angst hast, und zeige dadurch deinem System, dass du Panikattacken überlebst … Mal so grob zusammengefasst.

Versteh mich nicht falsch, ich war dankbar, wieder am Leben teilnehmen zu können.
Aber dass meine Strategie von nun an darin bestand, mit Härte gegen meine Ängste vorzugehen, brauche ich sicher nicht zu erwähnen.

Vermeidung war keine Option mehr!
Mich von einer Angst einschränken zu lassen, war keine Option mehr!

Aber wie macht man das, ohne einen Teil von sich zu bekämpfen oder gar zu verleugnen?

Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung!

Antworten darauf lieferte mir vor einigen Jahren endlich das Konzept des Human Design.

Dort bekam mein Verstand Antworten auf meine Fragen und Bestätigungen für Dinge, die ich eigentlich schon immer gespürt habe.
(An anderer Stelle mal mehr dazu.)

Es war wirklich die krasseste Erkenntnissause, die ich in meinem Leben bis dahin hatte.

Warum brauche ich ständig Pause?
Warum spüre ich die Emotionen der Frau vor mir an der Kasse?
Warum bin ich so ambitioniert as f*ck?
Warum sprudelt es vor Ideen und Gedanken, wenn ich morgens aufwache, aber 90 % davon dienen nicht mir, sondern anderen?
Warum weiß ich sofort, ob etwas gut für mich ist oder nicht, und andere müssen nochmal drüber schlafen?
Warum hänge ich am liebsten mit mir alleine herum oder mit Menschen, denen ich nichts erklären muss?
Warum habe ich die Tendenz zu glauben, etwas beweisen zu müssen?
Warum ist es für mich die Hölle, einen fremden Text mit eigenen Worten wiederzugeben, aber diese Texte hier zu schreiben fühlt sich richtig gut an …

Human Design gab mir also Antworten.

Aber nur, weil der Verstand etwas versteht, heißt es nicht, dass es direkt im Rest ankommt.

Nur weil der Verstand gecheckt hat, dass der Typ nicht „gut“ für dich ist, dass Rauchen zu Krebs führt und du dich faktisch mit Alkohol vergiftest … du weißt, worauf ich hinaus will.

Aber nochmal ein paar Schritte zurück:

Ich entwickelte also einen sehr harten Weg, mit Angst und Unsicherheit umzugehen, und versuchte, mein Ding zu machen und irgendwie in einer Welt wie dieser mitzuhalten.

Musikstudium mit Hauptfach Gesang, weil musikalisch bin ich und Freude daran hatte ich auch.
Ich hatte zwar keinen blassen Schimmer von Noten, aber wenn Jana was will, dann will sie was.

Die Jahre vergingen, Partner kamen und gingen, und in mir war der Wunsch nach Bewegung.
Mehr Inspiration, mehr erleben, mehr Sicherheit, mehr Erdung, mehr von etwas, das keine Trennung mir hätte wegnehmen können.

In mir reifte also die Idee, eigenen Grund und Boden zu besitzen und dort eine Art Bed & Breakfast zu errichten.

In einem warmen Land, weil: Wer sagt, dass ich die deutschen Jahreszeiten durchleben muss? Genau!

Als damals super unabhängige Frau mit deutscher „Ich mache das schon passend“-Mentalität erfüllte ich mir den unglaublichen Traum einer spanischen Finca.

Mitten im Wald.
Riesending.
13.000 m² mit klitzekleinem Häuschen drauf und traumhaftem Ausblick, in der traumhaften Gegend Matarranya.

Alles, was auf dem Weg dahin nicht passte, wurde passend gemacht. Wirklich.

Von einer italienischen Bande bestohlen zu werden, Zündschlüsselmisere samt 20 Tagen Wartezeit auf Ersatzteile, eine Pandemie, Motorschaden und ach ja:

„Frau Grobe, ich möchte Sie bitten, keine weiteren Kreditanfragen zu stellen. Als selbstständige Gesangslehrerin müssen Sie mindestens 50.000 Euro Gewinn im Jahr machen, damit ein Kredit für Sie in Frage kommt. Außerdem bitte ich Sie, mögliche Werbung, die eventuell nochmal in Ihrem Postfach landet, zu ignorieren.“

Universum, hast du nicht mehr zu bieten?!

Komplett unbedarft schmiss ich mich damals also in dieses unglaubliche Vorhaben.

Ich hatte keine Erfahrung mit „größeren Investitionen“, Grundstückskauf, Spanien so generell, und beim Thema Bau konnte ich lediglich ein paar beeindruckende Wörter wie „Aufasten“ und „Bitumen“ unauffällig in Gespräche einfließen lassen (bei Letzterem musste ich übrigens gerade googeln, wie man es schreibt).

Von den Basics keine Ahnung, aber eine unglaubliche Freude beim Machen.

Da war ich nun. Großgrundbesitzerin. In Spanien. Mit großen Plänen. Allen Widrigkeiten trotzend. Mit regelmäßigem Gedanken daran, dass meine Finca groß genug wäre, um einen Elefanten beherbergen zu können. Wirklich.

Dieser Gedanke hat mich seit meiner Kindheit nicht losgelassen.
Die kleine Jana in mir kann übrigens immer noch nicht nachvollziehen, dass die Garage damals zum Hofladen ausgebaut wurde und nicht zum Stall. Ich sag’s ja nur.

Zurück ins spanische Hinterland:

Ich baute also mit Unterstützung vor Ort dieses kleine Häuschen aus, pfuschte den Spiegelschrank an die Wand, wartete, bis Freunde kamen, die Spaß am Lampenanbringen und Klospülung-Reparieren mitbrachten, schleppte Tisch, Bett und Matratze und frage mich noch heute, wie ich das damals alles alleine gewuppt habe.

Und irgendwann war es so weit.
Handtücher, Geschirr, alles war eingerichtet und stand zur Vermietung bereit.

Doch dann kam alles anders als geplant.

Fortsetzung folgt.

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