𓁹

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Was bisher geschah -
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Da stand mein Häuschen nun. Komplett eingerichtet und herausgeputzt, bereit für die Vermietung. Meine besten Freunde waren unterwegs zu mir, um darauf anzustoßen, und ich erschöpft, aber glücklich.

Während des Prozesses hat mich immer mal wieder jemand vor Ort unterstützt. Und weil er Ahnung hatte und ich nicht, habe ich seinem Wort vertraut. Ich war ehrlich gesagt auch mehr als froh, dass ich das „ich mach das schon“ auch mal loslassen konnte. Nun ja.

So war es nicht verwunderlich, dass ich fast gekotzt hätte, als ich informiert wurde, dass ich keine Lizenzen für die Vermietung bekam. Und nicht, weil eine Kleinigkeit fehlte, sondern, weil ich ein zu kleines Gebäude hatte, meine Wasserzulieferung keine Trinkwasserqualität gewährleisten konnte (wer trinkt in Spanien denn bitte aus der Leitung???) und und und.
Klar, hätte ich im Vorfeld alles selbst bei den Behörden checken müssen.
Was soll ich sagen, ich habe zu jeder Zeit mein Bestes gegeben und an Stellen Hilfe angenommen, die sich als nicht so clever herausstellten.

So war’s aber nun. Nach einigen Tagen drauf klarkommen, nahm ich den Umstand an, wie er war. Ich entschied mich dazu, nichts weiter passend zu machen, und ergab mich der Situation. 

Ich fuhr also die kommenden Jahre immer in den Ferien hin, um es nur für mich zu genießen. Doch irgendwann war es kein Genuss mehr.
Es wurde mehr als deutlich, dass „das Projekt“ für mich alleine zu groß geworden war.
Für die Arbeiten vor Ort zum Erhalt des Grundstücks (Bäume fällen usw.) habe ich schlichtweg nicht die Statur und da ich nicht vermieten durfte, leider auch nicht die Kohle, um Menschen mit geeigneter Statur bezahlen zu können.

Zu dieser Zeit begann ich, mich tiefgehender mit spirituellen Konzepten zu beschäftigen.
Interesse daran hatte ich schon immer, auch wenn der Zugang an der ein oder anderen Stelle fehlte. Neben den zahlreichen Selbsterfahrungen machte ich eine Ausbildung zur Meditationsleiterin sowie zum Pranayama- und Breathwork-Coach.

Durch die Phobien lernte ich ja schon früh in meinem Leben, den Atem zur Regulierung des Nervensystems einzusetzen, und nun lernte ich die spirituelle Ebene der Atemregulation kennen. Die Möglichkeit, darüber Energien zu lenken. Mein Innen und Außen dadurch beeinflussen zu können.

Was ich ebenfalls durch die Phobien erfahren durfte, war, wie mächtig meine Gedanken sind.
Ein einziger Gedanke kann Körper und Geist dazu bringen, Todesängste zu durchleben!
Nur ein Gedanke kann Horrorszenarien in dir lebendig werden lassen.
Kann dich Nächte lang nicht schlafen lassen.
Und das wollte ich mir zunutze machen. Denn wenn es in die eine Richtung geht, dann auch in die andere. Die Kombi aus Gedankenhygiene und Atem – Jackpot Babyyyy!

"Was zur Hölle machst du hier eigentlich?

Das Schöne am Praktizieren dieser Techniken und der regelmäßigen Meditation ist ja, dass man Zugang zu Bereichen von sich bekommt, die im Trubel des Lebens an sich eher verborgen bleiben.

Eines Morgens dann, als ich in meinem hannoverschen Hinterhof an der frischen Luft meditierte, kam dieser eine Satz und dieses plötzliche tiefe Verstehen. Ich meine dieses Verstehen, dass alles in deinem Körper es gecheckt hat, nicht nur der Verstand:

„Was zur Hölle machst du eigentlich?“

Der Satz rauschte immer wieder durch mich durch und ich verstand plötzlich wirklich, was ich die ganzen Jahre gemacht hatte.
Wie ich versucht habe, einen Weg zu finden, das Haus zu vermieten.
Wie ich versucht habe, einen Weg zu finden, ein Online-Business aufzubauen, um selbst dort zu leben. Aber auch generell. Nicht nur mit der Spanien-Kopf-durch-die-Wand-Nummer (übrigens so gar nicht die spanische Art).
Wie ich all die Jahre versucht habe, meine Träume zu leben und gleichzeitig in einer Welt wie dieser irgendwie mitzuhalten.

Dieser Satz schlug also ein wie eine Bombe und ich fühlte endlich die Antworten darauf.
Die Entscheidung wurde quasi für mich getroffen und es fühlte sich ganz leicht an.
Nicht mal mein Verstand hatte etwas dagegen:

Ich verkaufe den ganzen Bums wieder. Aber nicht nur das.
Ich brauche Weite.
Für meinen Kopf und meinen Körper.
Und Inspiration.
Und vor allem das Gefühl von Leichtigkeit!
Die Dimension war mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich klar. Ist sie jetzt auch irgendwie noch nicht. Wie denn auch?

Eins weiß ich:

was jetzt kommt, wird das Mutigste, was ich je getan habe.

Fortsetzung folgt…

𓁹

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